Glossar
A
AES/EBU
(=Audio Engineering Society / European Broadcasting Union) steht für die gemeinsame Arbeitsgruppe von Mitgliedern der "Audio Engineering Society" sowie der "European Broadcasting Union". Speziell ist damit ein von dieser Gruppe entwickelter, weltweiter Produktionsstandard für digitale Audioproduktionen gemeint.
ATM
(= Asynchronous Transfer Mode) Netztechnologie mit hoher Bandbreite, geeignet für die Echtzeit-Videoübertragung. MEDIA BROADCAST stellt professionellen Anwendern Verbindungen mit einer Übertragungsrate von bis zu 120 Mbit/s in Selbstwahl oder als Festverbindung zur Verfügung.
B
Bandbreite
Frequenzbereich, der für die Übertragung einer bestimmten Information erforderlich ist. Ein analoger Fernsehkanal benötigt z.B. eine Bandbreite von ca. 7 MHz, ein Hörfunkkanal von 75 kHz. Zwischen der Bandbreite (angegeben in Hertz) und der Übertragungsrate (= pro Zeiteinheit übertragene Datenmenge, angegeben in Bit/s) einer Information besteht ein mathematischer Zusammenhang, so dass beide Angaben qualitativ gleichwertig sind.
Bits/s
(= Bits pro Sekunde) Maßeinheit für die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten pro Sekunde.
Breitbild
Fernsehbildformat im Seitenverhältnis 16:9 (Breite zu Höhe). Es passt sich dem natürlichen Gesichtsfeld des Menschen an, das ebenfalls erheblich breiter als hoch ist. Vor allem bei größeren Bildschirmformaten ist das Breitbild daher angenehmer für die Augen.
Broadcasting
Umfasst Fernsehen und Hörfunk (Radio), d.h. die Übertragung von bewegten Bildern, Musik und Sprache. Im Gegensatz zur Individualkommunikation (z. B. am Telefon) gibt es beim Rundfunk einen Sender und viele Empfänger, was auch als "Point-to-Multipoint-Übertragung" bezeichnet wird.
BusinessTV / CorporateTV
Fernsehprogramm für geschlossene Benutzergruppen, das entweder in klassischer Rundfunktechnologie (z.B. via Satellit) oder als Audio/Video-Stream über IP-Netze übertragen werden kann.
C
D
DAB
(= Digital Audio Broadcasting) Internationaler Standard für die digitale Hörfunkübertragung. DAB bietet im Vergleich zum analogen Standard (FM bzw. UKW) bessere Klangqualität (auf CD-Niveau), eine effizientere Ausnutzung des Kanalrasters sowie die Möglichkeit, Zusatzinformationen parallel zu übertragen
Digital Cinema
Digitale Überspielung von Spielfilmen in entsprechend ausgerüstete Kinos.
Digitales Fernsehen
Digitale Übertragung von Fernsehsignalen - vom Studio bis zum Empfangsgerät. In Europa und zahlreichen anderen Ländern basiert das Digitale Fernsehen - einschließlich der Digital-Fernsehempfänger - auf den DVB-Standards.
Digitalisierung
Auf Grund der großen Datenmengen, die insbesondere bei der Übertragung bewegter Bilder anfallen, war der Rundfunkbereich bis in die jüngste Zeit eine Domäne der Analogtechnik. Erst nach Entwicklung leistungsfähiger Datenreduktionsverfahren wie MPEG wurden digitale Standards konkurrenzfähig und sind heute effizienter und vielseitiger als die herkömmlichen Analogverfahren.
DMB
(= Digital Multimedia Broadcasting) Digital Multimedia Broadcasting ist eine Weiterentwicklung von DAB, speziell für die Bewegtbildübertragung auf portable Endgeräte.
DRM
(= Digital Radio Mondiale) Internationales Konsortium, das derzeit die Digitalisierung der klassischen Frequenzbereiche des Rundfunks unter 30 MHz (Kurzwelle, Mittelwelle und Langwelle) weltweit vorantreibt.
DVB
(= Digital Video Broadcasting) Internationaler Standard für die digitale TV-Übertragung auf der Basis des Datenreduktionsverfahrens MPEG-2. Nach dem Übertragungsweg werden die Varianten DVB-C (Kabel), DVB-S (Satellit), DVB-T (terrestrisch) und DVB-H (Handheld/Mobile TV) unterschieden. Im Vergleich zu analogen TV-Übertragungsstandards wie PAL ermöglicht DVB eine effizientere Ausnutzung des Kanalrasters (bis 10:1), Interaktivität sowie die zusätzliche Übertragung multimedialer Inhalte.
DVB–H
(= Digital Video Broadcasting - Handheld) Standard für digitales TV für mobile Endgeräte, z.B. PDAs oder Handys.
DVB–S
(= Digital Video Broadcasting - Satellite) Übertragungsstandard für digitales TV über Satellit
DVB–T
(= Digital Video Broadcasting - Terrestrial) Europäischer Standard für digitales, terrestrisches Fernsehen. Die Basis bildet die MPEG-Video/Audio-Codierung und ein spezielles Funk-Modulationsverfahren (COFDM).
E
Echtzeit-Übertragung
Übertragung ohne wahrnehmbare zeitliche Verzögerung, "Live"--Übertragung
F
G
H
HDTV
(= High Definition Television) Auch als hochauflösendes Fernsehen bezeichnet. Sammelbegriff für neu entwickeltes Fernsehen, das sich auszeichnet durch eine hohe Anzahl von Zeilen auf dem Bildschirm (in jedem Fall mehr als die derzeit 625 bei der PAL-Norm), durch eine erhebliche Verbesserung der Bildqualität hinsichtlich Auflösung und Schärfe, durch das neue Bildformat 16:9 statt bislang 4:3 und durch Mehrkanalton.
HYBNET®
HYBNET® steht für HYBbrides diensteintegrierendes BreitbandübertragungsNETz der ARD. HYBNET® ist das Produktionsnetz der ARD und bündelt alle Rundfunkdienste für das Fernsehen, den Hörfunk, und die Sprachkommunikation in einem Netz. HYBNET® verbindet alle Hauptstandorte der ARD.
I
IPTV
(= Internet Protocol Television) Mit IPTV wird die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das dem Internet zugrunde liegende Internet Protokoll (IP) verwendet.
J
K
Kurzwelle
(KW) Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen zwischen 3950 kHz und 30000 kHz für internationale Radio-Ausstrahlungen, aufgeteilt in Wellenbänder wie 49-Meter- oder 41-Meter-Band.
L
M
MPEG
(= Moving Pictures Experts Group) Internationaler Standard zur Komprimierung von Bild- und Tondaten. Basisverfahren für DAB und DVB.
N
O
P
Playout-Center
Ein Playout-Center umfasst Funktionen zur Codierung, Zwischenspeicherung und Signalzusammenführung (Multiplex) aller Bild-, Ton und Daten-Komponenten eines Digitalfernsehen-Bouquets. Hier findet die Sendeabwicklung und Überwachung der einzelnen Programme statt.
Q
R
Rundfunk
Umfasst Fernsehen und Hörfunk (Radio), d.h. die Übertragung von bewegten Bildern, Musik und Sprache. Im Gegensatz zur Individualkommunikation (z. B. am Telefon) gibt es beim Rundfunk einen Sender und viele Empfänger, was auch als "Point-to-Multipoint-Übertragung" bezeichnet wird.
S
Schaltnetz
Kurzfristig schaltbare Verbindungen zur Übertragung von Rundfunkbeiträgen, z.B. für die Einspielung von Live-Events.
SDTV
(= Standard Definition Television) SDTV steht für Fernsehen in Standardauflösung. Die Auflösung und Bildqualität liegt unter der von HDTV. In Deutschland beträgt die derzeit gängige Standard-Auflösung beim digitalen Fernsehen wie auch beim analogen PAL-System 720 Bildpunkte x 576 Zeilen.
Set-Top-Box
Decoder für den Empfang von digitalen TV-Standards oder zur Decodierung verschlüsselt übertragener TV-Programme. Die Set-Top-Box wird zwischen Antenne und Fernsehgerät geschaltet.
SNG
(= Satellite News Gathering) Mobile Satellitensendesysteme für Außenübertragungen.
Streaming
Technologie, die es ermöglicht, Audio- und Video-Datenströme über eine IP- Netzwerkverbindung zu laden und gleichzeitig abzuspielen. Auf diese Weise können z.B. TV-Programme in Echtzeit über das Internet übertragen werden. Auf dem Empfänger-PC muss hierfür eine Software installiert werden, welche die Daten dekomprimiert.
T
Terrestrisch
Drahtlose Übertragung von Rundfunksignalen über "oberirdische" Sende- und Empfangsanlagen. Von der terrestrischen Rundfunkübertragung wird die Übertragung via Breitbandkabel und via Satellit unterschieden.
Transponder
Bandbreitenabschnitt eines Satelliten, der für die Übertragung eines bestimmten Programms oder Programmpakets reserviert werden kann.