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ENABLING MEDIA INNOVATION


Pressemitteilung vom 22.09.2014

MEDIA BROADCAST überträgt per Digital Radio Mondiale (DRM) Infodienste weltweit an Bundeswehr-Fregatte im Auslandseinsatz

Köln 22. September 2014 – Spannende Einsatzmöglichkeiten für die digitale Kurzwelle DRM – die Technik lässt sich bestens zur Versorgung von weltweit operierenden Schiffen mit Nachrichten einsetzen. Jüngstes Beispiel: MEDIA BROADCAST, führender Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche, unterstützt die Bundeswehr bei Auslandseinsätzen und strahlt ein Informationsprogramm des Bundeswehr-Senders Radio Andernach im DRM-Standard für die im Auslandseinsatz befindliche Fregatte Niedersachsen aus. Vom Senderstandort Nauen (Deutschland) verbreitet MEDIA BROADCAST ein zweistündiges Audioprogramm von Radio Andernach sowie Textnachrichten und eine Slideshow verschiedener Nachrichtenanbieter. Der Versand der Infodienste erfolgt verschlüsselt im HECA-Verfahren (High Efficient Conditional Access). Der DRM-Standard ermöglicht die Ausstrahlung von Hörfunk, Daten- und Videodiensten weltweit via Kurzwelle in digitaler Qualität und eignet sich daher bestens für die Übermittlung von Infodiensten an wechselnde Empfangsorte.

Die Ausstrahlung des Infoprogramms für die Fregatte Niedersachsen erfolgt von 02:00 bis 04:00 UTC mit einer DRM-Sendeleistung von 200 kW. Neben Nauen steht als Senderstandort Issoudun (Frankreich, 150 kW DRM-Leistung) als Back-up bereit. Vor der Ausstrahlung werden sämtliche Daten (Audio, Journaline, Videoslideshow) zu einem MDI-Datenstrom (Multiplay Data Information-Channel) zusammengefasst und zur Übertragung verschlüsselt. Die Ausstrahlung erfolgt mit standardisierten DRM-Übertragungsparametern. Dank des Einsatzes des neuen HE-AAC-Komprimierungsverfahrens kann der Audio-File auf 8 kbit/s komprimiert werden, was UKW-Qualität entspricht. Die Nutzbandbreite des Signals liegt bei 20 kbit/s. Zur Synchronisation der Empfangsanlagen wird die Übertragung der Daten von einem kurzen Jingle eingeleitet.

Das Frequenzmanagement orientiert sich an den weltweiten Fahrtrouten der Fregatte Niedersachsen. Dank der gradgenauen Einstellung der fünf Broadcast-Drehantennen in Nauen kann jedes Gebiet weltweit mit größtmöglicher Empfangsleistung versorgt werden. Große geografische Regionen sind so mit wenigen Aussendungen erreichbar. Damit wird die Adressierung des Empfängers im jeweiligen Aufenthaltsort an jedem Punkt der Welt sichergestellt. Auf der Fregatte ist eine Kurzwellenempfangsanlage mit DRM-Receiver (DT700) und angeschlossenem BoardNetServer installiert. Dieser bietet drei Ausspielwege für Audio-Daten, IP-Einspeisung ins IP-Bordnetz sowie auf das Bord-BK-Netz der Fregatte.

Die Vorteile der Nachrichtenverbreitung via DRM liegen auf der Hand: Die IP-Übertragung erfolgt kosteneffizient und verschlüsselt – weltweit und ohne Verzögerung. Durch die Möglichkeit zur Übertagung weiterer Daten (PDF-Dokumente etc.) lassen sich Synergie-Effekte nutzen. Zudem lassen sich beschlossene Benutzergruppen im „Point-to-Multipoint“-Verfahren adressieren.

Das DRM-Projekt der MEDIA BROADCAST zur Versorgung der Fregatte Niedersachsen ersetzt den Postversand und Fernschreiben, welche die Soldaten der Fregatte Niedersachsen bis dato als Kontakt in die Heimat nutzten. Statt Informationen mit vierwöchiger Verzögerung stehen nun tagesaktuelle Infos und Grüße aus der Heimat bereit. Damit leistet das DRM-System einen aktuellen und modernen Beitrag zur Betreuungskommunikation der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die gesamte Flotte der Marine sowie Auslandscamps aller anderen Streitkräfte mit DRM-Empfangsanlagen auszurüsten und so mit der Heimat zu verbinden.

„DRM fügt sich nahtlos in das bestehende Betreuungskonzept der Fregatte Niedersachsen ein. Hierbei hat jedes Besatzungsmitglied die Möglichkeit, netzwerkbasiert auf die übertragenden Newsinhalte und auf die Radio-Andernach-Sendung vom Vortag zurückzugreifen“, sagte der Kommandant der Fregatte "Niedersachsen", Fregattenkapitän Kurt Leonards. „DRM ist insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung, auch Marineeinheiten im Einsatz aktiv zu betreuen.“

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